not so easy

not so easy, Alberto Ruano

von Alberto Ruano, 2015, 22 min.

9. April I 20 Uhr

In not so easy, 2015, 22 min. von Alberto Ruano reisen zwei Schweizer in den Iran, um aus erster Hand in Erfahrung zu bringen, wie schlecht es um dieses Land bestellt ist. Was sie dabei im Interview mit drei Iranern erfahren, lässt ihnen die Haare zu Berge stehen.

Inland Archiv

von Erich Busslinger, zehn Episoden 2003, je 15 min

Erich Busslinger hat auf seinen Reisen durch die Schweiz aus seinen Alltagsbeobachtungen eine serielle Dokumentation skurrilen Charakters erstellt. Seine
Bildgeschichten, die unter dem Titel Inland Archiv zusammengefasst sind, strotzen vor unterschwelliger Ironie, machen sich aber nicht lustig, sondern porträtieren die Landsgenossen eher liebevoll in ihren Gewohnheiten und Eitelkeiten.

Episode „Totolotto“, 6. April I 21:45 Uhr
Episode „Nachtleben“, als Vorfilm 9. April I 18 Uhr
Episode „Parade“, als Vorfilm 10. April I 20 Uhr

Signers Koffer

von Peter Liechti, 1996, 80 min.

9. April I 18 Uhr

Hochvergnügliche Dokumentation von Peter Liechti über den Aktionskünstler Roman Signer. Der Film begleitet den Künstler zu Schauplätzen, die seinen archaischen Inszenierungen entgegenkommen. So dienen der Krater des Stromboli, Geysire auf Island oder die Industriewüste von Bitterfeld als Kulisse. Hochkonzentriert setzt er sich ins Verhältnis zu den Urgewalten der Natur und erstellt scheinbar absurde Skulpturen des Zufalls. (Claus Löser)

Regie: Peter Liechti I mit Roman Signer I Verleih: Peter Liechti Filmproduktion
Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln

Magic Matterhorn

Anka Schmid, Magic Matterhorn

von Anka Schmid, 1995, 85 min.

8. April I 20 Uhr

Das Matterhorn als Wahrzeichen der Schweiz nimmt Anka Schmid als Ausgangsmotiv für ihren essayistischen Dokumentarfilm über das Konzept Heimat. Täglich pilgern Touristen aus aller Welt hierher in den Kurort Zermatt, das als einer der wenigen autofrei ist. Was sehen sie eigentlich? Und wie leben die Einheimischen an diesem berühmten Ort? Zu Wort kommen Zermatter Teilzeitbauern, ein Schweizer Disneyland-Jodler in Kalifornien und die Kabarett-Kultgruppe Geschwister Pfister. Anka Schmid hat einen Heimatfilm geschaffen, der gleichzeitig zum Nachdenken anregt und unterhält.

Regie: Anka Schmid I mit Auftritt von Geschwister Pfister
Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln, 35 mm

Vorfilme:
Urs Breitenstein beschäftigt sich in „Film-Streifen“, 1979, 3 min. 40 sek. mit dem Ursprungsmaterial Film selbst.

Ruedi Bind schaut auf Fassaden in „Fenster A“, 1980, 10 min.

Fin de Vac

Fin de Vac, Giovanni Greggio, 23 min.

von Giovanni Greggio, 2015, 23 min.
Italienisch, Tessinerisch

Angesiedelt im italienischsprachigen Gebiet der Schweiz erzählt die Doku-Fiktion von einer jahrhundertalten Fehde zwischen zwei benachbarten Dörfern. In einem Duell soll der Dorfnarr den Streit endlich für sich entscheiden.

Auf der Basis dieser beiden Filme findet am 7. April I 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Sprachliche Minderheiten in der Schweiz“ statt.

Experimentalfilme von 1972 bis 2019

6. April I 21:45 Uhr

Als Aktion gegen die konsumorientierte Gesellschaft hat Reinhard Manz alle Werbeschilder in der Geschäftsstraße der Greifengasse in Basel abgedeckt. Manz nutzt den städtischen Raum für seine Videos und damit den Kontakt mit den Menschen, deren Reaktionen er gerne provoziert.
Entschriftung der Greifengasse, 1983, 6 min.

Erich Busslinger hat auf seinen Reisen durch die Schweiz aus seinen Alltagsbeobachtungen eine serielle Dokumentation skurrilen Charakters erstellt. Seine
Bildgeschichten, die unter dem Titel Inland Archiv, 2003, zehn Episoden à je 15 min. zusammengefasst sind, strotzen vor unterschwelliger Ironie, machen sich aber nicht lustig, sondern porträtieren die Landsgenossen eher
liebevoll in ihren Gewohnheiten und Eitelkeiten.

Gemeinsam mit Hansjörg Palm hat Ruedi Bind ein skurriles Videogedicht aufgenommen, das einer psychedelischen Reise in die patriotischen Gedanken der Hauptfigur gleicht. Immer wieder erscheint das „weisse Kreuz auf rotem Grund“, so verfremdet hat es etwas Bedrohliches. Bind hat in Eigenregie eine Serie von Fassadenfilmen gemacht, die
durch ihre leise Poesie bestechen.
Orpheus Tonight, 2010, 7 min.

Tausendsassa Dieter Meier ist nicht nur Musiker, Schauspieler und Restaurantinhaber, sondern auch Autor experimenteller Videos und Musikvideos.
Shutter, 1972, 2 min. 30 sek, My Grand Parents, 1972, 9 min.
Gemeinsam mit Boris Blank bildet Meier die 1979 gegründete Gruppe Yello, für die er originelle Musikvideos gedreht hat.

Peter Fischli und David Weiss gehören zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Gegenwart. Das Duo definiert Kunst auf seine eigene spielerische Weise. Humor spietl dabei eine entscheidende Rolle.
Der geringste Widerstand, 1981, 29 min. funktioniert als zynische Satire über den Kunstmarkt, dafür schlüpfen die beiden in ein Ratten- und Pandabärenkostüm.

Urs Breitenstein bleibt in seinen Arbeiten immer sehr nahe an der Materialität des Filmmediums und seinen technischen
Möglichkeiten. Rhythmus, Bildaufteilung und Geräuschkulisse dominieren das Bild.
Some Kind of Panorama, 1978, 9 min.

Ruth Baettig zeigt eine Schlüsselsequenz des Films «Il Deserto Rosso» von Michelangelo Antonioni. Mit langsamen Malgesten wird diese sichtbar gemacht. Es geht um Fragen des Erinnerns und des Vergessens, des sich Verlierens und des sich Findens. Eine Arbeit, die sich zwischen Performance, Film und Malerei bewegt.
Painting #3 (Il Deserto Rosso), 2019, 6 min.10 sek.

Anka Schmid bewegt sich zwischen Kunst und Film, sie experimentiert mit mit dem Medium Film und nutzt es für ihre essayistischen Dokumentationen.
Mister World Wahl, 2006, 2 min. 30 sek.