Fin de Vac

Fin de Vac, Giovanni Greggio, 23 min.

von Giovanni Greggio, 2015, 23 min.
Italienisch, Tessinerisch

Angesiedelt im italienischsprachigen Gebiet der Schweiz erzählt die Doku-Fiktion von einer jahrhundertalten Fehde zwischen zwei benachbarten Dörfern. In einem Duell soll der Dorfnarr den Streit endlich für sich entscheiden.

Auf der Basis dieser beiden Filme findet am 7. April I 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Sprachliche Minderheiten in der Schweiz“ statt.

Esser da Chasa

Esser da chasa, Ivo Zen, 2015, 25 min.

von Ivo Zen, 2015, 25 min.
Rätoromanisch

Der Dokumentarfilm befragt verschiedene Frauen, die sich alle aus verschiedenen Gründen für ein Leben im Kanton Graubünden entschieden haben. Sie sind in einer Region zu Hause, in der Rätoromanisch gesprochen wird. Die Sprache
spielt eine wichtige Rolle in ihrem Alltag und für ihre kulturelle Identität.

Auf der Basis dieser beiden Filme findet am 7. April I 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Sprachliche Minderheiten in der Schweiz“ statt.

Yello

Yello wurde 1979 gegründet, sie sind Pioniere der elektronischen Musik und treten immer noch als Duo, bestehend aus Boris Blank und Dieter Meier, auf.

Bostich, 1979, 4 min. 30 sek
als Vorfilm am 6. April I 18 Uhr

Oh Yeah, 1987, 3 min. 8 sek.
als Vorfilm am 8. April I 18 Uhr

The Race, 1988, 3 min. 40 sek.
als Vorfilm am 9. April I 20 Uhr

Zeit-fragen

von Reinhard Manz, 1986-87, 16 min.

Vorfilm am 6. April I 19:45 Uhr

Reinhard Manz hat sich auf einen der belebtesten Plätze und Tramknotenpunkte Zürichs gestellt und den Passanten das Mikrofon vor den Mund gehalten. Seine immer gleiche Frage: „Haben Sie Zeit?“

Dene wos guet geit (Die, denen es gut geht)

Dene wos guet geit, Cyril Schäublin, Silvan Hillemann

von Cyril Schäublin, 2017, 71 min.

6. April I 19:45 Uhr

Selbst produziert mit wenigen Mitteln und einer bezwingend eigenständigen sowie minimalistischen Kameraführung haben Regisseur Cyril Schäublin und Kameramann Silvan Hillemann mit „Dene wos guet geit“ ein unaufgeregtes, doch beklemmendes Zeitbild geschaffen. Von Zynismus und trockenem Humor geprägt, sprühen aus dem allgemeinen Grau des Bildes die Funken.

Eine junge Telefonistin versucht, auf eine schnellere Weise parallel zu ihrer Arbeit Geld zu verdienen. Sie gibt sich bei älteren Menschen als Enkelin in finanziellen Nöten aus, und prellt sie um ihr Geld.

Regie: Cyril Schäublin I Kamera: Silvan Hillemann I Darsteller: Liliane Amuat,
Margot Gödrös, Valentin Merz
Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln

Gäste: Cyril Schäublin, Reinhard Manz

Aloys

von Tobias Nölle, 2016, 91 min.

6. April I 18 Uhr

„Wir melden uns bei Ihnen“. Erst denkt man, Aloys (Georg Friedrich) meine damit sich und seinen Vater, mit dem er eine Privatdetektei betreibt. Doch auch nach dem Tod des Vaters spricht er noch in der dritten Person von sich. Der Kontakt zu anderen im Allgemeinen fällt ihm sehr schwer. Am liebsten versteckt er sich hinter seiner Kamera, kommuniziert nur das Nötigste mit seinen Kunden, und auch die abendliche Bestellung beim Chinesen „Eine Portion Reis zum Mitnehmen“ lässt keine Überschwänglichkeit zu.

Das Spielfilmdebüt des Schweizers Tobias Nölle überzeugt durch ästhetische und formale Konsequenz sowie durch inhaltliche Relevanz. Der porträtierte Sonderling wird nie der Lächerlichkeit preisgegeben, er steht vielmehr stellvertretend für jeden, der in unserer anonymisierten Gesellschaft Anschluss und Liebe sucht und weiß, welcher Herausforderung man sich dabei stellt. Aloys erzählt im Kleinen eine Geschichte der Selbstemanzipation, nimmt Partei für Individualität und die Wichtigkeit von Fantasie und Träumen.

Regie: Tobias Nölle I Darsteller: Georg Friedrich, Tilde von Overbeck
Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertitel

Dar colur-mussar colur

von Menga Huonder-Jenny, 2017, 25 min.

5. April I 21 Uhr

Dar colur-mussar colur befragt Frauen mittleren Alters, wieso sie ihre Haare färben. Während es bei Männern akzeptiert ist, dass sie silbernes Haar stehen lassen, es ihnen sogar einen besonderen Charme verleihen soll, gilt dies allgemein nicht für Frauen. Bei Frauen sollen alle äußeren Anzeichen auf fortschreitendes Alter versteckt und solange wie möglich hinausgezögert werden.

Regie: Menga Huonder-Jenny
Fassung: Rätoromanisch mit deutschen Untertiteln

Katzenball

Katzenball, Veronika Minder, 2005

von Veronika Minder, 2005, 88 min.

5. April I 21 Uhr

Die Dokumentation Katzenball wurde 2005 bei der Berlinale mit dem Teddy Award ausgezeichnet. Angereichert mit Archivmaterial hat Minder das Porträt von Frauen verschiedener Generationen geschaffen. Der Film erzählt die Geschichte der weiblichen Homosexualität in der Schweiz der letzten 100 Jahre und unterläuft die mit dem Thema verbundenen Klischees. Eine solche Differenziertheit wurde später in anderen Filmen noch nicht wieder erreicht. „Katzenball“ gibt diesen Frauen eine Sichtbarkeit, die sie sonst in der Gesellschaft im Allgemeinen nur schwer erreichen.

Regie: Veronika Minder I Verleih: Cobrafilm
Fassung: Schweizerdeutsch und Französisch mit deutschen Untertiteln

Bonobo

von Zoel Aeschbacher, 2017, 18 min.

5. April I 19 Uhr

Der Lift in einem ist ständig kaputt. Das haben die Bewohner des Sozialwohnblocks in Bonobo gemeinsam, ansonsten kämpft jeder an eigener Front mit seinen Problemen.

Regie: Zoel Aeschbacher I Darsteller: Nicole Mersey, Paul Minthe, Benjamin Sanou I Verleih: Salaud Morrisset
Fassung: Französisch mit deutschen Untertiteln

Journal de ma tête (Tagebuch meines Kopfes)

von Ursula Meier, 2017, 70′

5. April I 19 Uhr

Ursula Meier erzählt mit ihrem formal anspruchsvollen Werk die Geschichte eines Schülers (Kacey Mottet Klein), der ohne ersichtlichen Grund seine Eltern erschießt. Vorher hat er in einem Tagebuch minutiös seine Absichten niedergeschrieben und dies seiner Französischlehrerin, gespielt von Fanny Ardant, überlassen.
Als Miniserie aus vier Episoden haben französischsprachige Regisseure unter dem Titel „Ondes de choc“ („Schockwellen“) vier brutale Kriminalfälle der Schweiz fiktional inszeniert. Die Serie thematisiert Eruptionen unfasslicher Gewalt, die auch hochpazifizierte Gesellschaften wie die schweizerische heimsuchen
können.

Regie: Ursula Meier I Darsteller: Kacey Mottet Klein, Fanny Ardant I Verleih: Bande à part
Fassung: Französisch mit deutschen Untertiteln