Lesung von Laurenz Wiegand zu Dürrenmatt

1. August 2021 – 18:00 Uhr

LESUNG VON LAURENZ WIEGAND ZU DÜRRENMATT
Zum 100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt liest Laurenz Wiegand Fragmente aus autobiografischen Schriften des Schriftstellers, Philosophen und Malers. Damit gibt er Einblick in die jahrzehntelange Entwicklung seiner Gedankenwelt, seine Prägung durch Lebensumstände sowie das Verhältnis zur Welt, zur Schweiz und zu Bern.
Man kann das schönliterarische Werk Dürrenmatts im wesentlichen in zwei Gruppen teilen: Spannungshaftes, das einem philosophischen Konzept folgt, und Autobiografisches, das episodisch Szenen aus dem Leben erzählt.
Während die erste Textgruppe entschieden die bekanntere ist, womit ein weltweites Publikum Dürrenmatt assoziiert – und die den im Zyklus gezeigten Filmen auch ausschließlich zu Grunde liegt -, ist die zweite die unbekanntere, die überhaupt erst im Spätwerk in Erscheinung trat.

Auf der Brücke zur Moderne

Basels erster Film als Panorama der Belle Epoque
Videovortrag von Prof. Hansmartin Siegrist, Universität Basel, zu den Anfängen den Schweizer Films um 1896

Termin tbd.

Seit fünf Jahren untersucht eine Arbeitsgruppe am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel den ersten erhaltenen Basler Film (Lumière No. 308: Bâle – Pont sur le Rhin), den ein Lumière-Kameramann am 28. September 1896 auf der Alten Rheinbrücke gedreht hat – mit rund 80 Passantinnen und Passanten, mit Fuhrwerken, Handkarren und einem der damals hoch modernen Trams. Es ist dies zwar ein minimalster, nur scheinbar spontaner, doch höchst inszenierter Ausschnitt von nur 47 Sekunden Dauer. Und doch weitet sich dieser 30-Grad-Ausblick auf Kleinbasel im akribischem Studium der film- wie stadthistorischen Quellen zum Panorama der Belle époque: In einem einstündigen Videoreferat berichtet Hansmartin Siegrist, der Leiter der Arbeitsgruppe, von den erstaunlichen Ergebnissen dieser Forschungsarbeit, die soeben in Buchform erscheinen sind.

Die Dunkelheit in den Bergen – Lesung

Dunkelheit in den Bergen, Silvio Huonder

Die Dunkelheit in den Bergen – Lesung und Videovorführung mit Silvio Huonder

6. April I 16:30 Uhr

Ein historisch belegter Mordfall in Graubünden inspirierte Silvio Huonder zu seinem Roman Die Dunkelheit in den Bergen (Nagel & Kimche, 2012). Als Auftragsarbeit entwickelte der Autor aus dem Stoff eine Bühnenfassung (UA Theater Chur 2014) und für die Produktionsfirma snakefilm (Zürich) das Drehbuch zu einem Kinofilm. Während die Verfilmung nach halber Finanzierung zum Scheitern verurteilt ist, schreibt Huonder inzwischen an einer Fortsetzung des Romans.

Dunkelheit in den Bergen, Silvio Huonder