Inland Archiv

von Erich Busslinger, zehn Episoden 2003, je 15 min

Erich Busslinger hat auf seinen Reisen durch die Schweiz aus seinen Alltagsbeobachtungen eine serielle Dokumentation skurrilen Charakters erstellt. Seine
Bildgeschichten, die unter dem Titel Inland Archiv zusammengefasst sind, strotzen vor unterschwelliger Ironie, machen sich aber nicht lustig, sondern porträtieren die Landsgenossen eher liebevoll in ihren Gewohnheiten und Eitelkeiten.

Episode „Totolotto“, 6. April I 21:45 Uhr
Episode „Nachtleben“, als Vorfilm 9. April I 18 Uhr
Episode „Parade“, als Vorfilm 10. April I 20 Uhr

Signers Koffer

von Peter Liechti, 1996, 80 min.

9. April I 18 Uhr

Hochvergnügliche Dokumentation von Peter Liechti über den Aktionskünstler Roman Signer. Der Film begleitet den Künstler zu Schauplätzen, die seinen archaischen Inszenierungen entgegenkommen. So dienen der Krater des Stromboli, Geysire auf Island oder die Industriewüste von Bitterfeld als Kulisse. Hochkonzentriert setzt er sich ins Verhältnis zu den Urgewalten der Natur und erstellt scheinbar absurde Skulpturen des Zufalls. (Claus Löser)

Regie: Peter Liechti I mit Roman Signer I Verleih: Peter Liechti Filmproduktion
Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln

Magic Matterhorn

Anka Schmid, Magic Matterhorn

von Anka Schmid, 1995, 85 min.

8. April I 20 Uhr

Das Matterhorn als Wahrzeichen der Schweiz nimmt Anka Schmid als Ausgangsmotiv für ihren essayistischen Dokumentarfilm über das Konzept Heimat. Täglich pilgern Touristen aus aller Welt hierher in den Kurort Zermatt, das als einer der wenigen autofrei ist. Was sehen sie eigentlich? Und wie leben die Einheimischen an diesem berühmten Ort? Zu Wort kommen Zermatter Teilzeitbauern, ein Schweizer Disneyland-Jodler in Kalifornien und die Kabarett-Kultgruppe Geschwister Pfister. Anka Schmid hat einen Heimatfilm geschaffen, der gleichzeitig zum Nachdenken anregt und unterhält.

Regie: Anka Schmid I mit Auftritt von Geschwister Pfister
Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln, 35 mm

Vorfilme:
Urs Breitenstein beschäftigt sich in „Film-Streifen“, 1979, 3 min. 40 sek. mit dem Ursprungsmaterial Film selbst.

Ruedi Bind schaut auf Fassaden in „Fenster A“, 1980, 10 min.

Esser da Chasa

Esser da chasa, Ivo Zen, 2015, 25 min.

von Ivo Zen, 2015, 25 min.
Rätoromanisch

Der Dokumentarfilm befragt verschiedene Frauen, die sich alle aus verschiedenen Gründen für ein Leben im Kanton Graubünden entschieden haben. Sie sind in einer Region zu Hause, in der Rätoromanisch gesprochen wird. Die Sprache
spielt eine wichtige Rolle in ihrem Alltag und für ihre kulturelle Identität.

Auf der Basis dieser beiden Filme findet am 7. April I 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Sprachliche Minderheiten in der Schweiz“ statt.

Dar colur-mussar colur

von Menga Huonder-Jenny, 2017, 25 min.

5. April I 21 Uhr

Dar colur-mussar colur befragt Frauen mittleren Alters, wieso sie ihre Haare färben. Während es bei Männern akzeptiert ist, dass sie silbernes Haar stehen lassen, es ihnen sogar einen besonderen Charme verleihen soll, gilt dies allgemein nicht für Frauen. Bei Frauen sollen alle äußeren Anzeichen auf fortschreitendes Alter versteckt und solange wie möglich hinausgezögert werden.

Regie: Menga Huonder-Jenny
Fassung: Rätoromanisch mit deutschen Untertiteln

Katzenball

Katzenball, Veronika Minder, 2005

von Veronika Minder, 2005, 88 min.

5. April I 21 Uhr

Die Dokumentation Katzenball wurde 2005 bei der Berlinale mit dem Teddy Award ausgezeichnet. Angereichert mit Archivmaterial hat Minder das Porträt von Frauen verschiedener Generationen geschaffen. Der Film erzählt die Geschichte der weiblichen Homosexualität in der Schweiz der letzten 100 Jahre und unterläuft die mit dem Thema verbundenen Klischees. Eine solche Differenziertheit wurde später in anderen Filmen noch nicht wieder erreicht. „Katzenball“ gibt diesen Frauen eine Sichtbarkeit, die sie sonst in der Gesellschaft im Allgemeinen nur schwer erreichen.

Regie: Veronika Minder I Verleih: Cobrafilm
Fassung: Schweizerdeutsch und Französisch mit deutschen Untertiteln