Strähl

Strähl, Manuel Flurin Hendry

von Manuel Flurin Hendry, 2004, 80 min.

Strähl, ein medikamentensüchtiger Kriminalpolizist, ist in der Zürcher Langstraße in der Drogenbekämpfung tätig. Seine Cholerik und unkonventionellen Ermittlungsmethoden bringen ihn immer wieder an den Rand des Gesetzesbruchs. Schließlich eskaliert die Situation soweit, dass er selber des Drogenhandels beschuldigt wird.

Das spannende und aktionistische Drama wirft ein grelles Licht auf das Milieu von Drogenhändlern und Abhängigen vor dem Hintergrund des übernational bekannten Rotlichtviertels der Stadt. In der Hauptrolle agiert eindrücklich Roeland Wiesnekker, der für seine Darstellung den Schweizer Filmpreis für den Bester Hauptdarsteller gewann.

Regie: Manuel Flurin Hendry I Drehbuch: Michael Sauter, David Keller Kamera: Filip Zumbrunn I Musik: Michael Sauter
Verleih: Dschoint Ventschr, Zürich

Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln

Wachtmeister Zumbühl

Wachtmeister Zumbühl, Urs Odermatt

von Urs Odermatt, 1994, 103 min.
in Anwesenheit des Regisseurs

In einem Dorf im Kanton Nidwalden lebt der Wachtmeister Zumbühl gemeinsam mit seinem Sohn Albin. Zumbühl, ein überkorrekter, manchmal besserwisserisch, ist bei den Honorationen wenig beliebt. Nach einer Intrige quittiert er den Dienst und wechselt den Beruf. Als er seinen Sohn eines schlimmen Verbrechens verdächtigt, gerät Zumbühl in einen Gewissenskonflikt zwischen seinem Rechtsempfinden und der Solidarität gegenüber seinem Sohn.

Das realistische Kriminaldrama ist visuell inspiriert durch die Fotografien von Arnold Odermatt. Der Vater des Regisseurs stand Jahrzehnte lang im Dienste der Nidwaldner Verkehrspolizei und fertigte als begeisterter Fotograf Bilder von Unfallsituationen an. Sein fotografisches Werk hat, mittlerweilen verstanden als Kunstleistung, in den letzten zwanzig Jahren internationale Beachtung erfahren. Der Film feiert in einer neu restaurierten Fassung auf dem Festival seine Uraufführung. In den drei Hauptrollen treten Michael Gwisdek, Anica Dobra und Jürgen Vogel auf, deren Stimmen in Nidwaldner Deutsch synchronisiert wurden.

Parallel findet in Zusammenarbeit mit der Galerie Springer aus Berlin eine Ausstellung mit Fotografien Arnold Odermatts statt, die dieser während der Dreharbeiten zum Film realisierte.

Regie, Drehbuch: Urs Odermatt I Produktion: Rudolf Santschi
Kamera: Rainer Klausmann I Musik: Norbert J. Schneider
Darsteller: Michael Gwisdek, Anica Dobra, Jürgen Vogel, Rolf Hoppe, Ueli Jäggi, Siggi Schwientek, Roeland Wiesnekker
Fassung: Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln

Restaurierung und Digitalisierung des Filmes durch Kulturwerkstatt Nordwest