Festival des Schweizer Films

Vom 18. bis 24. Januar 2018 findet das erste Festival des Schweizer Films, Film:Schweiz, im Kino in der Brotfabrik statt.

„Während 30 Jahren unter den Borgias gab es Krieg, Terror, Mord und Blutbäder, aber sie haben Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Re- naissance hervorgebracht. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe und über 500 Jahre weg Demokratie und Frieden. Und was haben sie hervor- gebracht: die Kuckucksuhr.“

Orson Welles, Der dritte Mann, 1949, Regie: Oliver Reed, nach Graham Greene

Ohne Orson Welles und dem „Dritten Mann“ Verdienste abzusprechen, muss diese Aussage in mehreren Punkten als unberechtigt gelten. Zum einen stammen die Kuckucksuhren aus dem deutschen Schwarzwald, und zum anderen, wichtiger, hat die Schweiz bedeutende Persönlichkeiten und insbesondere auch große Künstler hervorgebracht. Es ist daher an der Zeit, auch in Berlin auf die kulturelle Bedeutung der Schweiz hinzuweisen. Film:Schweiz widmet sich dem Filmschaffen und präsentiert Filme Schweizer Produktion aus der Vergangenheit und Gegenwart. Zusätzlich spannt das Rahmenprogramm den Bogen zur Literatur, Bildenden Kunst und Musik.

Teresa Vena

Hier geht es zum Programm der ersten Ausgabe von Film:Schweiz.
Und zum Trailer:

Veranstaltungsort

KINO Brotfabrik
Caligariplatz 1
13086 Berlin-Weißensee, Berlin Deutschland
Telefon: +49 30 471 40 01

KARTEN

Karten im Vorverkauf bei Chuchichästli (Holsteinische Str. 19, Berlin-Wilmersdorf)

Karten an der Abendkasse
Die Kasse öffnet eine halbe Stunde vor dem Beginn der ersten Vorstellung

Kartenreservierung
Karten können per Telefon unter 030-471 40 01 oder per E-Mail unter karten@brotfabrik-berlin.de reserviert werden.

Programm

Programm und Spielplan des Festivals

Donnerstag, den 18. Januar 2018

19:30 Uhr Eröffnung: DER GOALIE BIN IG von Sabine Boss, 2014, 92‘
Vorfilm: DISCIPLINE von Christophe M. Saber, 2014, 12‘

Freitag, den 19. Januar 2018

18 Uhr HANS IM GLÜCK von Peter Liechti, 2003, 88‘
Vorfilm: HABITAT von Marcel Barelli, 2016, 2‘, Animation
20 Uhr DER FREUND von Micha Lewinsky, 2008, 90‘, in Anwesenheit des Regisseurs
Vorfilm: DER TUNNEL von Christoph Daniel, Marc Schmidheiny, 2017, 10‘

Samstag, den 20. Januar 2018

18 Uhr STRÄHL von Manuel Flurin Hendry, 2004, 80‘
Vorfilm: VENT DE FÊTE von Marjolaine Perreten, 2017, 10‘, Animation
20 Uhr WINTERGAST von Andy Herzog, Matthias Günter, 2015, 82‘, in Anwesenheit der Regisseure
Vorfilm: BALLOON BIRDS von Marjolaine Perreten, 2014, 1‘, Animation

Sonntag, den 21. Januar 2018

18 Uhr HINTER DEN SIEBEN GLEISEN von Kurt Früh, 1959, 103‘
Vorfilm: DER TUNNEL von Christoph Daniel, Marc Schmidheiny, 2017, 10‘
20 Uhr WACHTMEISTER ZUMBÜHL von Urs Odermatt, 1994, 105‘, in Anwesenheit des Regisseurs
22 Uhr Ausstellungseröffnung Fotografien von Arnold Odermatt

Montag, den 22. Januar 2018

18 Uhr IL NIDO von Klaudia Reynicke, 2016, 78‘
Vorfilm: VENT DE FÊTE von Marjolaine Perreten, 2017, 10‘, Animation
20 Uhr NEUTRE von Xavier Ruiz, 2001, 90‘
Vorfilm: LUCENS von Marcel Barelli, 2015, 7‘, Animation

Dienstag, den 23. Januar 2018
17 Uhr Lesung mit Pedro Lenz
19 Uhr DER GOALIE BIN IG von Sabine Boss, 2014, 92‘
Vorfilm: DISCIPLINE von Christophe M. Saber, 2014, 12‘
21 Uhr HEIMATLAND von Michael Krummenacher, Jan Gassmann, Lisa Blatter, Gregor Frei, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Mike Scheiwiller
Vorfilm: HABITAT von Marcel Barelli, 2016, 2‘, Animation

Mitwoch, den 24. Januar 2018
18 Uhr BOYS ARE USvon Peter Luisi, 2012, 73‘
Vorfilm: BALLOON BIRDS von Marjolaine Perreten, 2014, 1‘, Animation
20 Uhr DIE SCHWEIZERMACHER von Rolf Lyssy, 1979, 104‘
Vorfilm: LUCENS von Marcel Barelli, 2015, 7‘, Animation

Film:Schweiz

1896 wurde einem staunenden Schweizer Publikum an der Genfer Landesausstellung der Kinematograph der französischen Lumière-Brüder präsentiert. Es sollten noch rund 35 Jahre vergehen, bis sich ein eigenständiges Schweizer Filmschaffen entwickelte. Trotz der bescheidenen Grösse des Filmmarktes und der sprachlichen Zersplitterung wuchs das Schweizer Filmschaffen zwischen 1930 und 1960 stetig. Auch die Filmkrise der 1960er Jahre wurde nach einer Neuorientierung und dem Entstehen des «Jungen Schweizer Film» gemeistert. Die Geschichte des Schweizer Filmschaffens seit den 1930er Jahren detailliert aufzurollen, würde den Rahmen eines Vorworts natürlich sprengen.

Unbestritten ist, dass der Schweizer Film national, aber auch international in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen hat. Wurden beispielsweise 1970 noch 22 Langfilme produziert, waren es 2010 bereits 100, 2016 immerhin 88 Langfilme. Und auch wenn der Marktanteil des Schweizer Films eher klein ist, 2016 betrug dieser in der Schweizer Kino-Landschaft 4,4%, so hat das Schweizer Filmschaffen immer wieder auch die internationale Kritik überzeugt. Die sprachliche Zersplitterung ist noch immer ein wichtiges Element der Schweiz – sie setzt mitunter Grenzen, trägt aber auch zu einer einzigartigen Vielfalt bei.

Mit Film:Schweiz, dem ersten Festival in Berlin für Filme aus der Schweiz wird diese besondere Vielfalt des Schweizer Filmschaffens gewürdigt. Die Auswahl kann sich wahrlich sehen lassen: Von Kurt Frühs «Hinter den sieben Gleisen» aus dem Jahre 1959, über Rolf Lyssys «Die Schweizermacher» von 1978 – mit über 940‘000 Eintritten der noch immer erfolgreichste Schweizer Film – bis hin zu der von 10 Regisseuren geschaffenen Dystopie «Heimatland» aus dem Jahr 2016 wird dem Publikum eine kleine, aber feine Gesamtschau des Schweizer Films der vergangenen Jahrzehnte geboten.

Die Tatsache, dass das Berliner Publikum nun in den Genuss eines Festivals des Schweizer Films kommt, ist der Leidenschaft und dem unermüdlichen Engagement von Teresa Vena zu verdanken. Ich freue mich natürlich auch, dass die Veranstaltung auch von Institutionen aus der Schweiz, wie u.a. dem Kanton Nidwalden, der Stadt Bern und Pro Helvetia mitgetragen wird. Und zu guter Letzt gebührt ein besonderer Dank natürlich auch der «Brotfabrik», die als Veranstaltungspartner auftritt und dem Festival einen festen Ort gibt.

Das Gründungsjahr des Festivals 2017 war für den Schweizer Film ein besonders erfolgreiches Jahr, das Festival steht damit sicher unter einem guten Stern. Ich freue mich auf die Festivalstage 2018 und bin gespannt, wie sich das Festival weiter entwickeln wird.

Rascha Osman
Botschaftsrätin / Leiterin der Kulturabteilung
Schweizer Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Vorwort zur ersten Ausgabe des Film:Schweiz

Kontakt

Film:Schweiz
Teresa Vena, Festivalleitung
Dr. Claus Löser, Programmleiter Kino in der Brotfabrik

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Angaben gemäß § 5 TMG

Teresa Vena
Belziger Str. 53B
10823 Berlin

Vertreten durch:
Teresa Vena

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E-Mail: teresa.vena@yahoo.de

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Teresa Vena
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